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  • In unserer Gesellschaft muss man ein Mann sein, oder behindert

    In unserer Gesellschaft muss man ein Mann sein, oder behindert

    Ich habe ja schon immer gesagt: „in unserer Gesellschaft muss man ein Mann sein oder behindert.“ Scheinbar sind die Übergänge bei diesen zwei menschlichen Wesen fließend, für unsere durchschnittliche Gesellschaftsschicht. Bei Mensch mit Behinderung wird großzügig über bestimmte Dinge hinweg gesehen. Dinge wie: ihre Wortwahl, ihr Verhalten oder ihr Erfolg. Über all das und noch viel mehr wird getrost hinweg gesehen. Warum? – Weil schon die kleinsten Bemühungen von Behinderten bis zum Himmel hoch gelobt werden und man nichts von ihnen erwartet. „Du hast ein Schulabschluss, ich bin so stolz auf dich“ oder “ Ich freue mich ja sooo sehr für dich, dass du endlich einen Partner/In gefunden hast.“ Alles wird wie ein Wunder dargestellt.  Ähnlich wie bei Männern. Wenn ein Mann einen Fehler macht oder aus der Reihe tanzt, dann sagen viele „typisch Mann“oder wenn er etwas geschafft hat, was normalerweise nicht seiner Art entspricht. Sprich: bügeln, waschen oder aufräumen.
    Ich persönlich mache das Beste draus und nutze diese Narrenfreiheit. Ich erlaube mir diese und andere Beobachtungen nieder zu schreiben, um der Gesellschaft ein Spiegelbild ihres Verhalten zu zeigen. Man kann diese Eigenschaft sowohl als positiv, als auch negativ sehen. Wie in allen Situationen gibt es nun mal zwei Seiten einer Medaille. Leider wird es wahrscheinlich immer so bleiben, dass Vorurteile unseren Horizont beschränken.
  • Hommage an Aleppo

    Hommage an Aleppo

    Das ist für dich
    bevor du ganz erlischst.
    Damals bedeutestest du mir nichts,
    du hattest für mich nie ein hohes Gewicht,
    doch heute schreibe ich dir wie sehr ich dich vermiss:

    Ich vermisse deine kaputten Straßen.
    Ich vermisse dein  rücksichtsloses Art zu fahren.
    Ich vermisse das Anstarren.

    Ich vermisse  das laute Hupen an den Wagen.
    Ich vermisse deine Nicht-schöne Aussicht  aus dem Garten.
    Ich vermisse deine Luft, die so verdreckt ist von vielen Abgasen.
    Ich vermisse deine warmen Nächte an den es so schwer war zu schlafen.
    Ich vermisse deine Geruch in dem Laden.
    Ich vermisse dein unzumutbaren Flughafen.

    Ich vermisse deine hohen Bürgersteige, die zu nichts taugen.
    Ich vermisse deine Satellitenschüssel auf den Dach des Haus, die jegliche Schönheit rauben.
    Ich vermisse deinen Staub in meinen Augen.
    Ich vermisse dich so sehr ich kann es selbst kaum glauben.

    Das war für dich,
    bevor du ganz erlischst,
    schreibe ich dir heute dieses Gedicht,
    ich vermisse dich…